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Mythen über Coca Cola zum Grossteil falsch

Das braune, sprudelnde Getränk ist weit weniger ungesund, dickmachend oder gar gefährlich, als viele Menschen denken, informiert das Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de.

Das Gerücht, dass Cola ganze Steaks über Nacht auflösen könne, ist falsch. Auch die Zähne schädigt Cola nicht mehr als Orangensaft. Und natürlich greifen Cola-Getränke die Magenschleimhaut nicht  an. Aber als Entrostungsmittel für Nägel ist Cola aufgrund der enthaltenen Phosphorsäure ideal. Auch angelaufene Geldstücke sind nach einem Cola-Bad wieder schön blank.

Immer wieder ist zu lesen, dass Cola ein Knochenräuber ist, da sie angeblich reichlich Phosphor enthalte. Der Phosphorgehalt in Cola ist jedoch mit sechs Milligramm pro 100 Milliliter gering. Die gleiche Menge Milch liefert 92 Milligramm Phosphor, also 15 mal soviel. Nur bei einer unzureichenden Kalziumzufuhr führt eine erhöhte Phosphoraufnahme zu dem Risiko, eine Osteoporose zu entwickeln. Menschen, die täglich ein Gramm Kalzium aufnehmen, müssen den Einfluss von Phosphor und Phosphat nicht fürchten. Wer drei Liter Cola am Tag trinkt, nimmt 180 Milligramm Phosphor auf. Die gleiche Menge ist bereits in 100 Gramm Rindfleisch enthalten.

 

Der Koffeingehalt von Cola ist im Vergleich zu Kaffee, Schwarzem Tee und Energydrinks eher gering.
Bei einem Konsum von vier Tassen Kaffee liegt die Koffeinaufnahme bei 500 Milligramm. Um diese Menge über Cola aufzunehmen, müssten fünf Liter Cola konsumiert werden. Menschen, die auf Koffeinaufnahme mit einer Pulsfrequenzerhöhung oder Blutdrucksteigerung reagieren, sollten koffeinfreie Cola bevorzugen.

Natürlich ist Cola ein süßes Getränk. Daher kommt auch die Einschätzung, dass die braune Brause reichlich Zucker enthalten und extrem kalorienreich sei. Der Energiegehalt aller zuckerhaltigen Getränke ist relativ hoch. Aber im Vergleich zu anderen Getränken ist Cola sicher nicht die größte Kalorienbombe. 100 Milliliter Cola enthalten 44 Kilokalorien. Demgegenüber schlägt Orangensaft mit mindestens 50 Kilokalorien pro 100 Milliliter zu B(a)uche. Natürlich enthält Cola nicht wenig Zucker. Der Aberglaube, dass Cola das zuckerreichste Getränk sei, ist trotzdem falsch. Dieser Mythos lässt sich mit jeder Nährwerttabelle leicht entzaubern: Ein Liter Cola enthält 106 Gramm Zucker. Eistee (110 g Zucker pro Liter), Fruchtsaftgetränke (130 g Zucker pro Liter), Traubensaft (150 g Zucker pro Liter) und Fruchtnektare (125 g Zucker pro Liter) überbieten Cola hinsichtlich des Zuckergehaltes teilweise deutlich.

Es war wohl mehr eine Idee der Marketingstrategen, Gerüchte zu streuen, dass Cola Kokain enthalte. Fast jeder kennt die Empfehlung, Kindern Cola und Salzstangen zu geben, wenn sie Durchfall haben. Ziel ist es, den Flüssigkeits- und Salzverlust auszugleichen. Leider ist mit dieser Mischung kein optimales Zucker-Salz-Verhältnis zu erreichen. Im Endeffekt erreicht die Kombination aus Cola und Salzstangen sogar eine Schwächung der Darmfunktion und kann den Durchfall sogar verstärken. Medizinisch effektiv ist der Einsatz von speziellen Elektrolyt-Glukose-Präparaten aus der Apotheke.

Von einer Scheidenspülung mit Light Cola als Verhütungsmittel – Stichwort Vaginaldusche danach – sollten Frauen Abstand nehmen, denn es wirkt nicht!

Die 10 wichtigsten Cola-Mythen

1.Cola ist phosphorreich und schädigt die Knochen: Stimmt nicht
2.Cola mit Süßstoff ist gesundheitsschädlich und macht hungrig: Stimmt nicht
3.Cola löst Fleisch auf: Stimmt nicht
4.Cola ist ein Zuckerbombe: Im Vergleich zu Säften und Limonaden ist Cola im „Zuckermittelfeld“
5.Cola ist eine Kalorienbombe: Im Vergleich zu Säften und Limonaden schlägt Cola nicht übermäßig zu B(a)uche
6.Cola ist eine Koffeinbombe: Im Vergleich zu Kaffee, Schwarzem Tee oder Energydrinks ist Cola relativ koffeinarm
7.Cola und Salzstangen sind in Kombination ideal bei Durchfall: Stimmt nicht
8.Cola enthielt früher Kokain: Stimmt (wahrscheinlich) nicht
9.Phenylalanin (in den Light-Varianten) ist gefährlich: Stimmt nicht (nur PKU-Patienten müssen darauf weitgehend verzichten)
10.Cola zerstört Zähne und schädigt den Magen: Stimmt nicht

Weitere Informationen zu Lebensmitteln, Diäten, Diabetes und anderen Gesundheitsthemen finden Sie in den imedo-Gesundheitsnews: http://gesundheitsnews.imedo.de

Quelle: imedo Food-monitor, 24.8.09

geschrieben von imedo/food-monitor am 09.09.2009 um 12:15 Uhr.
 

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