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Zu gut für die Tonne ... Berliner Startup zeigt wie es geht....

Wer kennt das nicht? Ein Apfel mit Delle wird im Supermarkt schnell einmal liegen gelassen.

Doch was passiert eigentlich mit diesen „hässlichen“ Früchtchen und welches Ausmaß hat der Drang nach Perfektionismus in unserem Konsumverhalten bei Lebensmitteln?

Die Zahlen sprechen für sich
Ein deutscher Bundesbürger wirft pro Jahr im Durchschnitt über 80 kg Lebensmittel in die Tonne. Aber bereits vorher wird radikal aussortiert, was nicht gut genug für den Einzelhandel ist. So wandern jährlich über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll, vor allem beim Anbau, bei der Lagerung und dem Verpacken von Obst und Gemüse.

Grund genug, sich eine wirtschaftlich tragbare und ökologische Lösung für dieses Problem zu überlegen, dachten sich die Berliner Dr. Zubin Farahani und Jonas Bieber sowie die Regensburger Zwillinge Philipp und Stefan Prechtner. Der Arzt und die drei Betriebswirte gründeten zusammen die DÖRRWERK GmbH, die für sich beansprucht, die nachhaltigsten Snacks Deutschlands zu produzieren.

Das Konzept geht auf: Die Unternehmer kaufen unter anderem ausrangierte Äpfel oder deren verarbeitete Form – das Apfelpüree - direkt bei Landwirt und Produzenten ein und nutzen sie so als Bestandteil von Produktinnovationen, wie ihr preisgekröntes „Fruchtpapier“.
Die hauchdünnen und knusprigen Blätter aus getrocknetem Fruchtmus bestehen zu 100% aus Obst, ohne Zusätze und werden mittels Warmlufttrocknung gedörrt.

Das Apfelpüree wird hierbei mit weiteren Früchten wie Mango, Ananas, Erdbeere und Brombeere gemischt und ergibt einen hauchdünnen Snack-Genuss.
Mindestens genauso knusprig aber nicht ganz so hauchdünn sind die leckeren Apfel-Chips mit Zimt, an denen man sich nicht sattessen kann.
Aber auch im herzhaften Bereich trumpfen die Berliner Snack-Macher auf: Luftig-knusprige Tomaten-Chips aus 100% Tomaten lassen das Feinschmecker-Herz höher schlagen und haben ein hohes Suchtpotential – und das ganze ohne Fett oder zugesetzte Aromen.

Die Berliner Snacks kommen gut an – mittlerweile stehen die Produkte des Startups bei hunderten Filialen der großen Händler wie EDEKA, Kaufland, Famila, Galeria Kaufhof und REWE, aber auch bei Feinkosthändlern wie Manufactum oder der Confisserie Hussel.

Für Ihr Engagement und die Produktinnovationen haben die Jungunternehmer einige namhafte Preise gewonnen, darunter den Förderpreis „Zu gut für die Tonne“ für ihr Engagement gegen Lebensmittelverschwendung, aber auch den SWEETIE für die innovativsten Snacks des Jahres 2017.

Mehr Infos: www.doerrwerk.de | www.facebook.de/doerrwerk | www.instagram.com/doerrwerk.berlin/

 

Info: Mit diesere Serie berichten über interessante Startups vor allem aus der Lebensmittelbranche. Wenn Sie selbst Inhaber oder Mitarbeiter einer jungen und innovativen Firma sind oder eine solche kennen, schicken Sie uns einfach eine email oder melden Sie sich mit einem entsprechenden Infotext. Natürlich behalten wir uns das Recht vor, zu entscheiden, welche Firmen / Infos wir veröffentlichen. Danke

 

geschrieben von Doerrwerk.de / JH am 29.06.2018 um 14:12 Uhr.
 

Dörrwerk nachhaltige Snacks aus `ausrangierten Früchten´ - Aktuelles aus der Food-Branche und vom Food-Marketing (Druckansicht)