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Lebensmittelindustrie
Macht Online-Verkauf für große Anbieter Sinn?

Bemühungen, Lebensmittel online zu verkaufen, gibt es ja schon etliche Jahre. Und kleine Spezialversender beweisen, dass dies sogar funktionieren kann - aber im Moment nur bei Randsortimenten und speziellen Produktbereichen.

Aufgeschreckt durch amazon diskutieren jetzt auch wieder die Großen aus dem LEH, was sie sich, ihren Händler und ihren Kunden zumuten können und wollen. Abgesehen von der angeblich geringen Marge und der logistischen Herausforderung werden meist nur wenige Konzepte überhaupt betrachtet und diskutiert.

REWE will jetzt z.B. in 3 deutschen Städten aktiv werden und Testläufe initiieren. Dabei darf der Kunde bequem online bestellen und die Ware dann zu einem vereinbarten Termin im Laden abholen. Oder - oh Wunder - die Ware kann evtl. sogar nach Hause geliefert werden!

Im Schweizer Markt macht Le Shop mit etwa 43.000 Stammkunden-Haushalten inzwischen einen Jahresumsatz von 130 Mio CHF. Jeder der Haushalte bestellt für über 2700 CHF, Tendenz steigend. Aber: Auch die Schweizer haben lange gebraucht, bs sie wussten, wie Online-Lebensmittel-Verkauf geht. Und das liegt sicherlich nicht daran, dass sie generell etwas bedächtiger sind ...

In Deutschland schätzen Experten, dass ein profitables Online-Geschäft mit Lebensmittel ab etwa 100.000 Haushalten möglich ist - und die sollten mit dem richtigen Ansatz doch zu erreichen sein.

geschrieben von JMH am 05.10.2010 um 09:46 Uhr.
 

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