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Frei von Produkte nehmen stark zu - aber ist das auch gerechtfertigt?

Getränke und Lebensmittel ohne bestimmte Inhaltsstoffe nehmen im deutschsprachigen Raum immer mehr zu und füllen inzwischen ganze Supermarktregale.

Frei von Gluten, Laktose, Allergene, gentechnisch veränderte Organismen, künstliche Zusatzstoffe, tierische Bestandteile - lt. dem britischen Marktforschungsinstitut Mintel sind das inzwischen fast 1/3 der in Deutschland neu eingeführten Lebensmittel. In Österreich sind es sogar 40%, in der Schweiz 21%. Gegenüber 2011 ist das ein Zuwachs von ca. 10-15% bei den Neueinführungen.

Absoluter Spitzenreiter bei den Frei von Lebensmitteln ist "glutenfrei", aber auch "lactosefrei" nimmt stark zu.

Allerdings ist die Realität bei den Konsumenten oft eine andere. Eine Umfrage von "nu3" hat ergeben, dass zwischen dem tatsächlichen Auftreten von Lebensmittelintoleranzen und der Selbsteinschätzung der Befragten eine ziemliche Lücke klafft.

So meinen knapp 3 % der Befragten, eine Fructose-Intoleranz zu haben - Mediziner schätzen diesen Anteil aber auf etwa 30% der Bevölkerung. Umgekehrt beim Gluten: 4% denken, Gluten nicht zu vertragen, lt. Wissenschaft sind es aber nur etwa 0,5%

Auffällig auch die Unterschieden in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen:

29% aller Frauen sind der Ansicht, betroffen von einer LM-Intoleranz zu sein, aber nur 23% der Männer. Senioren leiden ihrer Einschätzung nach deutlich weniger an Intoleranzen. Besonders männliche Senioren halten das `Gehabe um Intoleranzen´ für stark übertrieben.

 

 

geschrieben von JMH am 11.09.2016 um 15:21 Uhr.
 

Frei von.... im Trend - oder nur Gehabe um nichts? - Aktuelles aus der Food-Branche und vom Food-Marketing (Druckansicht)