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Initiative SAVE FOOD gegen weltweite Nahrungsmittelverluste geht an den Start

Im Zentrum eines internationalen Kongresses stehen am 16. und 17. Mai 2011 die Themen Ernährung, Verpackung und Nachhaltigkeit: SAVE FOOD beleuchtet Ausmaß und Gründe der globalen Nahrungsmittelverluste und will unter anderem zeigen, welchen Beitrag die Art der Verpackungen zur Sicherung von Nahrungsmitteln leisten können.

„Schätzungen zufolge liegt der weltweite Nahrungsmittelverlust je nach Art des Lebensmittels zwischen 20 und 75 %, mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,2 Milliarden Tonnen. In entwickelten und Industrieländern wird der Pro-Kopf-Verlust im Jahr auf ca. 300 kg geschätzt, wovon der überwiegende Teil auf Verbraucherebene anfällt. „Deshalb ist es enorm wichtig, das Bewusstsein der Menschen für diese Problematik zu stärken und auf eine Änderung ihres Verhaltens hinzuwirken“, erläutert Robert van Otterdijk, Beauftragter der FAO für SAVE FOOD, die Initiative: „Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich um 50 % wachsen, auf dann 9 Milliarden Menschen. Dabei wird sich das gesamte Wachstum in den städtischen Regionen vollziehen, und zum überwiegenden Teil in den Entwicklungsländern. In diesen Ländern entsteht der größte Teil der Nahrungsmittelverluste auf Produktionsebene, durch unterentwickelte Produktions-, Konservierungs-, Verpackungs- und Marketingmethoden sowie falsche Lagerung, schlechte Transportbedingungen und mangelhafte Infrastrukturen. Wirtschaftliche Entwicklung und Investitionen sind nötig, um die Situation zu verbessern und dafür zu sorgen, dass die Lebensmittel von den Bauern in die Städte gelangen.“

Aktuelle Studien Nahrungsmittelverluste
Im Rahmen des Kongresses stellt die Welternährungsorganisation drei neue Studien auf der Basis derzeit laufender Erhebungen in entwickelten Ländern, Entwicklungs- und Schwellenländern vor. Eine Untersuchung beleuchtet Gründe und Ausmaß der Nahrungsmittelverluste in entwickelten Ländern und schätzt ab, inwieweit die Art der Verpackungen Abhilfe schaffen kann. Eine weitere Studie befasst sich mit dem gleichen Thema in wenig entwickelten Ländern. In der dritten Studie soll eruiert werden, welche Investitionen notwendig sind, um vor Ort in diesen Ländern eine adäquate Versorgung mit Lebensmittelverpackungen sicherzustellen.

Zwei Tage lang werden beim Kongress SAVE FOOD Experten aus allen Regionen der Welt auf Grundlage der Ergebnisse der FAO-Studien Themen wie Welternährung, Nahrungssicherheit, Urbanisierung, Lebensmittelentwicklung und -vermarktung, Logistik und Agrarwirtschaft diskutieren. Das Programm umfasst Key Notes, Streitgespräche, Diskussionsrunden und Best Practice-Präsentationen. Van Otterdijk hierzu: „Wir müssen Lösungsansätze entlang der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette suchen – from farm to fork – und das mit möglichst großer Aufmerksamkeit“.

Hochkarätige Gastredner
Unter den Gastrednern des Kongresses sind hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Forschungsinstituten wie dem UNEP Sustainable Consumption and Production Centre beim Wuppertal Institut. Zu Gast ist auch Selina Juul, die mit ihrer dänischen Initiative „Stop Wasting Food“ maßgeblich zur gemeinsamen EU- und UN-Erklärung „Joint Declaration Against Food Waste“ vom Oktober 2010 beigetragen hat.

Pressekontakt:
SAVE FOOD Office, Elisabetta Güttler
Neuer Zollhof 3 / 40221 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 – 5504 5509
E-Mail: presse@save-food.org
Homepage: http://www.save-food.org

geschrieben von humannews.de am 07.05.2011 um 12:18 Uhr.
 

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