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Aktuell

Kommunikation
Ulf-Hendrik Schrader von der PR-Agentur prdienst.de gibt einen kurzen Ausblick auf die Trends in der PR

 

Onlinekommunikation wird im Kommunikationsmix immer wichtiger. Den meisten Konsumentscheidungen geht heute eine Google-Abfrage voraus. Suchphrasen mitzudenken wird daher in wenigen Jahren PR-Standard sein.

Um eine Qualitätssteigerung beim Suchmaschinenmarketing kommen Unternehmen deshalb nicht herum. Nicht nur Google kann heute längst vorgetäuschte von echter Relevanz unterscheiden und misst auch die Verweildauer der User. Die Nutzer selbst entscheiden grundsätzlich nach Relevanz.

Transparenz entscheidet
Den großen Unterschied machen zukünftig gute Inhalte: Das heute schon stark verbreitete googeln nach Tests, Erfahrungsberichten und Bewertungen zur Produkt- oder Anbieterwahl wird weiter zunehmen.
Um im transparenten Social Web gut dazustehen, werden potenzielle Kritikpunkte zukünftig nicht nur offener diskutiert, sondern schon in frühen Entwicklungsstadien antizipiert werden.

Kunden gezielt einbinden
Offene Crowdsourcing-Kommunikation bei der Produktentwicklung wird nicht nur die Kritikwahrscheinlichkeit verringern, sondern eine Gruppe von beteiligten „Mitentwicklern“ erzeugen, die sich schützend vor das Unternehmen und sein Produkt stellen. In Blogs, Foren und Kommentaren, auf Bewertungsplattformen, Facebook und Twitter.
Die Unternehmen müssen daher lernen, ihren Kunden besser zuzuhören, sie einzubinden und schnell zu reagieren.

Dinosaurierstrategien ablegen
Die Kommunikation mit den Stakeholdern geht immer mehr zum direkten (1:1)-Dialog. Den Mitarbeitern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Hierarchisch abgenickte Entscheidungen sind im Social Web eine Dinosaurierstrategie. Erfolg hat, wer mit guten Mitarbeitern smart kommuniziert.

Dahin, wo die Zielgruppe ist
Die PRler der Zukunft bewegen sich lieber auf bereits eingelaufenen Wegen: Anstatt teure eigene Communities aufzubauen, wird man sich an etablierte Special Interest Communities oder große Social Networks wie Facebook, StudiVZ oder Xing andocken und diese für Aktionen, Support und Direktkommunikation nutzen

Neue Strategie in der Verbreitung
Dass bei zunehmender Netznutzung Printmedien kontinuierlich Leser und damit Bedeutung verlieren, spiegelt sich auch in den Nachrichten-Verbreitungswegen der Zukunft. Neben klassischen Verteilern werden zunehmend Newsdienste zum Einsatz kommen: Auch unter SEO-Aspekten eine gute Wahl. Zudem werden Blogger, Autoren relevanter Websites und Newsletterschreiber nicht weniger wichtig sein, als Journalisten es heute sind. Ein Keyword-optimierter Artikel im Netz ist lange auffindbar dient u.a. SEO-Zwecken.

Der Vorteil für die PR liegt auf der Hand: Die eigenen Inhalte ließen sich nie leichter in die Öffentlichkeit tragen als heute und morgen. Unternehmen haben allerdings in der Online-Kommunikation noch einigen Nachholbedarf. Noch etwas dürfte klar sein: Weniger Arbeit hat die Kommunikation auch in den nächsten Jahren nicht.

Artikel (gekürzt), mit freundlicher Genehmigung von Ulf-Hendrik Schrader, geschäftsführender Gesellschafter der PR-Agentur prdienst.de

geschrieben von Ulf Hendrik Schrader am 08.10.2010 um 19:59 Uhr.
 

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