Aktuelles aus der Food-Branche und dem Food-Marketing
Mehr-Wert für Ernährungsindustrie, Handel und Dienstleister

Aktuell

Kommunikation
Warum das nicht das gleiche ist und wie man welchen Typ erkennt

 Auf den ersten Blick klingen beide Begriffe gleich: Unternehmer oder Selbstständiger – ist das nicht im Grunde genommen das gleiche?

Nein, ist es nicht. So gut wie jedes Unternehmen beginnt mit einem Menschen, der sich selbstständig macht.
Zu einem Unternehmer werden allerdings nicht alle diese Gründer, einige scheitern an den Anforderungen der Selbstständigkeit, andere überschreiten nie das Niveau eines Selbstständigen.

Ein Unternehmer zu sein erfordert schließlich mehr: Als Unternehmer sind Sie ein Leuchtturm, ein Experte für Ihre Kunden.

Leuchttürme in der Vielzahl der Unternehmen
Orientierung ist eine gefragte Größe. Auf Partys scharen sich alle um den Witze- Erzähler, um denjenigen, der den Ton angibt oder die Gruppe unterhält – denn niemand will alleine in der Ecke stehen. So ist es auch im Business-Bereich. Twitter ist das beste Beispiel dafür, dass die Menschen Orientierung suchen. Sie tragen sich als Follower von Usern ein, von denen sie annehmen, dass diese ein paar Schritte weiter sind als sie selbst.

Im Geschäftsleben ist es von Vorteil, als Experte für ein bestimmtes Thema bekannt zu sein. Um wirkliche Umsätze zu generieren, reicht der Expertenstatus allein jedoch nicht aus. Ein Experte ist gut in einer Sache, doch sein Expertentum ist auf sein Thema begrenzt.
Um darüber hinaus attraktiv zu wirken, muss sich das Experten- Wissen zusätzlich mit der eigenen Persönlichkeit verbinden. Idealerweise entsteht durch diese Kombination der Effekt eines Leuchtturms, an dem sich alle orientieren. Auch Personen können eine Leuchtturmfunktion ausüben. Manche Menschen werden einfach als Vorbilder angesehen. Im Musikbereich leuchtet Bob Marley zum Beispiel immer noch ganz hell, obwohl er schon seit den Achtzigern nicht mehr lebt. Er hat den Reggae salonfähig gemacht – und damit eine ganz neue Musikrichtung etabliert, der junge Musiker heute noch folgen.

Menschliche Leuchttürme müssen bestimmte Kriterien erfüllen: Sie müssen bekannt sein, Persönlichkeit zeigen und erreichbar sein. Ein Mensch mit Ecken und Kanten wirkt authentischer und überzeugender als eine aalglatte Person, die in allem dem Mainstream folgt. Die Leute wollen einem Leuchtturm folgen – nicht einem Fachidioten. Daher reicht es nicht aus, in einem abgegrenzten Bereich als Experte zu gelten, wenn man Anziehungskraft ausstrahlen möchte. Außerdem kommt das Kriterium der Erreichbarkeit dazu: Wer sich als Trendsetter positionieren will, aber isoliert in seiner Wohnung sitzt, wird unmöglich als Vorbild anerkannt.
Ein Leuchtturm muss greifbar sein und etwas darstellen. Schließlich macht ein Leuchtturm nichts anderes, als mit seinen Lichtsignalen Nachrichten auszusenden.

Unterscheidung: Selbstständiger oder Unternehmer?
Wie lässt sich nun unterscheiden, wer zu den Unternehmern gehört?
Meiner Erfahrung nach lässt sich diese Unterscheidung auf eine einfache Frage reduzieren: Was passiert, wenn Sie für mehrere Monate in Ihrem Unternehmen ausfallen? Bricht Ihnen alles zusammen – befinden Sie sich noch im Stadium des Selbstständigen. Das ist nicht schlecht, vielen Selbstständigen genügt das absolut.

Problematisch wird es allerdings, wenn Sie dann einmal ausfallen: Häufig sind dann die Kunden verärgert, wenn Sie Fristen nicht einhalten können, Aufträge sich verzögern oder sogar gänzlich storniert werden müssen. Viele Selbstständige bilden deswegen entweder Netzwerke mit anderen Selbstständigen, um wenigstens kurzfristige Ausfälle kompensieren zu können. Mitarbeiter können Ausfälle ebenfalls kurzfristig auffangen – in den meisten Fällen aber nicht auf längere Sicht gesehen.

Wenn Sie allerdings vor haben, aus Ihrer Selbstständigkeit als Unternehmer hervorzugehen: Dann müssen Sie Ihr Unternehmen so strukturieren, dass Sie problemlos für längere Zeit ausfallen könnten. Wenn Sie diese Unterscheidung erst einmal getroffen haben, dann können Sie Ihre weiteren Ziele und Vorgehensweisen analysieren. Ich empfehle dazu in der Regel ein Coaching – der Blick eines Außenstehenden ermöglicht es Ihnen, Problemfelder zu erkennen und genauer zu betrachten. Wichtig ist davor allerdings, dass Sie selbst von einem Selbstständigen zu einem Unternehmer werden wollen.

Unternehmer sein mit effizienten Methoden
Die Kunst, statt eines Selbstständigen ein Unternehmer zu sein liegt in der Handhabung der Kompetenzen. Ein Selbstständiger delegiert selten genügend Aufgaben, um sich auf die großen Ziele und die eigentlichen Ideen konzentrieren zu können. Bei der automatisierten Vertriebsanbahnung ergibt sich die Effizienz dadurch, dass lästige Routinearbeiten an hilfreiche Tools und Anwendungen abgegeben werden, soweit das möglich ist.
So muss es auch der Unternehmer handhaben: Routinearbeiten gehören nicht zu dem eigentlichen Aufgabengebiet eines Unternehmers. Stattdessen muss es das Ziel jedes Unternehmers sein, sich der Schaffung von neuen Geschäftswegen zu widmen. Das ist allerdings nur möglich, wenn sich der Kopf vom alltäglichen Geschäft befreien kann.

Natürlich ist es wichtig, dass Sie als Unternehmer wissen, was gerade mit Ihren Kunden und Ihren Produkten geschieht. Sie müssen jederzeit den Überblick behalten über die laufenden Geschehnisse.
PreSales Marketing, also die automatisierte Vertriebsanbahnung, eignet sich damit für den Aufbau eines echten Unternehmertums. Denn so können alle laufenden Vertriebsaktivitäten über präzise festgelegte Prozesse gesteuert werden – Sie behalten den Überblick, ohne selbst in die eigentlichen Aufgaben eingreifen zu müssen. Das ermöglicht Ihnen, Ihre Ressourcen für die elementaren Geschäftsprozesse freizuhalten. So kann Ihr Unternehmen weiter wachsen, Sie können expandieren und neue Geschäftsfelder entdecken.



geschrieben von Robert Nabenhauer am 29.10.2011 um 16:49 Uhr.
 

Unternehmer sein – nicht Selbstständiger  - Aktuelles aus der Food-Branche und vom Food-Marketing (Druckansicht)