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Lebensmittelindustrie
DLG Studie: Werte wichtiger als Kontrolle und Transparenz

Knapp 60% der deutschen Verbraucher misstrauen der deutschen Lebensmittelindustrie, so das Ergebnis einer Studie der DLG und taste! im Juni und Juli 2012 bei etwa 1350 Verbrauchern.

Besser kommen die Schweizer und Österreicher weg, Firmen aus den anderen EU-Staaten, der Türkei und den USA wird noch weniger vertraut.

Dabei wurden die Faktoren Kontrolle und Transparenz bei der Lebensmittelproduktion nicht unbedingt als die Top-vertrauensbildenden Faktoren bewertet. Wichtiger für die Befragten war der gleiche Wertekosmos der Industrie - Firmen, die Schwächen und Fehler eingestehen und dazu stehen, wird eher verziehen und Vertrauen entgegengebracht.

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf von Lebensmitteln sind für
95% der Befragten die Frische, für 81% der Preis, für 78% das Vertrauen:
Danach folgen Herkunft, Nährwerte und Regionalität, erst danach Kontrolle und Transparenz.

Skandale bei Lebensmitteln haften weniger im Gedächtnis der Verbraucher als befürchtet und rufen bei den allerwenigsten eine Verhaltensänderung hervor. Allerdings wird Lebensmitteln, die mit Skandalen behaftet waren, weniger vertraut.

Was die Information angeht, wird negativer Medienberichterstattung eher geglaubt als positiven Meldungen. Im Internet informieren sich mehr als die Hälfte aller Verbraucher.

In der Reihenfolge vertrauenswürdiger Organisationen und Institutionen liegen Testinstitute vorne, gefolgt von sozialen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen, dem Handel und der Lebensmittelindustrie und auf dem letzten Platz dem Staat.

geschrieben von JMH am 28.09.2012 um 18:54 Uhr.
 

60% der Deutschen hegen Misstrauen gegenüber Lebensmittelbranche - Aktuelles aus der Food-Branche und vom Food-Marketing (Druckansicht)